Singen wird keine Fair Trade Stadt.

Singen wird keine Fair Trade Stadt.

Die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen hatte beantragt, Singen zu einer Fair Trade Stadt zu machen. Dazu hätte der Gemeinderat einen entsprechenden Beschluss fassen und in einigen Einrichtungen hätten Fair Trade Produkte angeboten werden müssen. Außerdem müssten in einigen Geschäften und Gaststätten Fair Trade Produkte angeboten werden. Eine Lenkungsgruppe wäre zu gründen gewesen, die das alles koordiniert und sich um entsprechende Veröffentlichungen kümmert.
Vieles gibt es schon in Singen und der Aufwand hätte sich in Grenzen gehalten. Dennoch hat die Verwaltung und eine Mehrheit im Gemeinderat den Antrag abgelehnt, was wir sehr bedauern.
Der Fair Trade Gedanke bedeutet, das Produkte aus der 3. Welt, die unter menschenwürdigen Arbeitsbedingungen hergestellt wurden, zu einem fairen Preis in den entwickelten Ländern anzubieten. Damit sollen in den 3. Weltländern Arbeitsplätze nachhaltig gesichert, Kinderarbeit verhindert und die Umwelt geschont werden.
Wir sind empört, wenn in Bangladesh ein Fabrikationsgebäude, das Textilien für Europa herstellt, einstürzt und mehr als 1000 Arbeiterinnen tötet. Anschließend kaufen wir bei den dafür verantwortlichen Unternehmen wieder Kleidung.
Die entwickelten Länder sind für den Klimawandel verantwortlich. Sie haben über Jahrhunderte von der Verbrennung fossiler Energieträger profitiert. Wir lassen im wahrsten Sinne des Wortes die Menschen in den Entwicklungsländern absaufen.
Aus diesen Gründen glauben wir, dass auch wir in Singen eine Verantwortung für die unterentwickelten Länder haben. Wenn Singen eine Fair Trade Stadt geworden wäre, dann wäre dies ein kleiner Beitrag dazu gewesen die Lebensbedingungen in den Entwicklungsländern zu verbessern und die Zahl der Flüchtlinge zu verkleinern.

Fraktion Bündnis 90/Die Grünen
Eberhard Röhm
Isabelle Büren-Brauch
Sabine Danassis

 

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URL:https://gruene-singen.de/bisherige-arbeit/expand/586186/nc/1/dn/1/