Fraktion Bündnis 90/Die Grünen zum Gäubahn Ausbau und Singener Kurve

 

01.03.2017

Nachdem vor wenigen Wochen vom Bund beschlossen wurde, Geld für den Ausbau der Gäubahn zur Verfügung zu stellen, rückt jetzt ein von der Landesregierung in Auftrag gegebenes Gutachten in den Mittelpunkt. Dort werden zwei Varianten für den Ausbau der Gäubahn gegenüber gestellt. Bei einer Variante sollen die Züge aus Stuttgart in Richtung Zürich in den Singener Bahnhof einfahren, bei der andern am Haltepunkt Landesgartenschau halten und dann über die Singener Kurve in die Schweiz weiterfahren.

Diese zweite Variante ist für Singen untragbar. Sie würde den Singener Bahnhof als Verkehrsknotenpunkt dramatisch entwerten und wäre eine Verschlechterung für viele Bahnkunden. Insgesamt gibt es noch viele unklare Punkte im Gutachten und zum Ausbau. Deshalb hat die grüne Fraktion einer Resolution gegen die Singener Kurve im Stadtrat zugestimmt.

Die Landesregierung und die Interessensvertretung der Gäubahn Anlieger unterstützen Singen in der Forderung, dass alle Personenzüge in den Singener Bahnhof einfahren müssen, um die Qualität des Bahnverkehrs in der Region zu erhalten.

Auf der anderen Seite hätte die Singener Kurve bei ausschließlicher Nutzung für den Güterverkehr auch Vorteile für Singen. Wenn weniger Züge in den Bahnhof einfahren müssen, dann gibt es dort mehr Spielraum für den Personenverkehr. Jeder Güterzug, der nicht in den Bahnhof einfährt, verursacht auch keine Lärmbelästigung. Für die Innenstadtentwicklung wäre es wünschenswert, wenn Flächen auf dem Bahngelände frei würden. So könnte man z.B. die Julius-Bührer-Straße so ausbauen, dass sie als Entlastung für die Bahnhofstraße geeigneter wäre.

Sollte es eine rechtssichere Lösung geben, dass die Personenzüge nicht an Singen vorbeifahren, dann sollte man die Singener Kurve für den Güterverkehr ernsthaft prüfen.   Fraktion Bündnis 90/Die Grünen Eberhard Röhm Dr. Isabelle Büren-Brauch Sabine Danassis

zurück

URL:https://gruene-singen.de/bisherige-arbeit/expand/643900/nc/1/dn/1/