Klimaschutz in Singen - Wo bitte geht's hier nach Paris?! - Teil 2

26.11.2019 

Am 21.November 2019 fand bei Solarcomplex eine Bürger-Veranstaltung von Bündnis 90 / Die Grünen zum Thema Klimaschutz in Singen statt. Bei der gut besuchten Veranstaltung, unter anderem waren auch Aktive von FFF Singen und dem BUND mit dabei, ging es um die Frage wo stehen wir im Klimaschutz in Singen und wo müssen wir zur Erreichung der Ziele von Paris hin.
In seinem Vortrag stellte Dr. Mario Hüttenhofer von der Hochschule Albstadt-Sigmaringen positiv heraus, dass in Singen schon früh ein Klimaschutzkonzept erarbeitet wurde und man Teil des European Energy Awards Programmes ist. Doch gleichzeitig zeigt nach seiner Ansicht die Auswertung der von der Stadt veröffentlichten CO2-Bilanzen ein niederschmetterndes Ergebnis. Gerade einmal 1.2% CO2 seien seit 2011 eingespart worden.
Will die Stadt zukünftig einen angemessen Anteil am Klimaschutz leisten, so müssen aus seiner Sicht hier schnell effektive Maßnahmen auf den Weg gebracht werden. Dabei muss auch mit der Wirtschaft gesprochen werden, die 2/3 der Gesamtemissionen ausmacht. Als es um die Frage ging, welcher Beitrag von Singen angemessen und notwendig sei, was ein Ziel sein könnte, war die unmissverständliche Antwort: Klimaneutralität bis 2035. Jedes Jahr 6% des CO2 Ausstosses zu reduzieren, im Verkehr, bei der Gebäudewärme, in der Energieerzeugung und in Gewerbe/Industrie.
In der folgenden Diskussion wurde gemeinsam mit den Teilnehmern überlegt, in welchen Bereichen und wer hier einen Beitrag leisten könnte, welche Rahmenbedingungen Land und Bund setzen müssten. Außerdem wurde die Einberufung eines jährlich stattfindenden „Singener Klimagipfel“ diskutiert an dem Bürger, Unternehmen und Verwaltung Einsparziele diskutieren und einen verbindlichen Aktionsplan verabschieden. Auch eine positive „Vision“ für Singen 2035 wurde von einem Gast gefordert. Denn in einem waren sich die meisten Teilnehmer einig, Klimaschutz und Wohlstand sind vereinbar: weniger Verkehr, energiesparende Häuser und innovative Arbeitsplätze sind attraktiv. Dafür dürfen wir jedoch nicht weiter warten, so die einhellige Meinung der Teilnehmer.
Die Veranstaltung endete mit der Ankündigung diese Reihe fortzusetzen, um konkrete Maßnahmen für einen Klimaschutz-Aktionsplan zu sammeln.



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